Vitamin E gegen Alzheimers?

 

Viele, vor allem ältere Menschen, oft sogar im eigenen Bekanntenkreis, leiden darunter: Alzheimer ist eine bisher unheilbare Erkrankung des Gehirns, die schleichend voranschreitet und für Außenstehende, die damit konfrontiert Alzheimerswerden, häufig schwer zu begreifen ist. So befassen sich auch immer mehr Forscher mit diesem Thema.

Kürzlich kam bei einer Studie, die an der amerikanischen University of Minnesota durchgeführt wurde, heraus, dass der Krankheitsverlauf sich mit der Einnahme von Vitaminen unter Umständen verzögern lässt. Hierfür wurde ein Test an insgesamt 613 Personen, der zwei Jahre lang andauerte, durchgeführt. Besonders Vitamin E schien dabei eine große Hilfe zu sein – dennoch sollte diese Information mit Vorsicht behandelt werden!

Verzögerter Krankheitsverlauf dank Vitamin E?

Die Studie, welche im “Journal of the American Medical Association” (JAMA) veröffentlicht wurde, zeigt ein interessantes Forschungsergebnis. Hierbei wurden einer Gruppe von Patienten, die unter der Leitung des Psychiaters Maurice Dyske standen, zwei Jahre lang regelmäßig Dosen an Vitamin E verabreicht. Diese waren etwa zwanzigmal höher, als es bei normalen Vitaminpräparaten aus dem Handel der Fall ist.

Vitamin E verzögert Alzheimers bei Patienten

Vitamin E verzögert Alzheimers bei Patienten

Die Kontrollgruppe erhielt zum Vergleich ein Placebo. Das erstaunliche Ergebnis war, dass sich die Erkrankung bei den Patienten, die Vitamin E eingenommen hatten, deutlich langsamer entwickelte als bei der anderen Grippe. Insgesamt soll die Verzögerung des Krankheitsverlaufs rund 6,2 Monate betragen, was einer Verlangsamung von ganzen 19 Prozent entspricht.

Auch eine kürzlich in München durchgeführte Studie – an der 540 Menschen, die an Morbus Alzheimer leiden, teilgenommen haben – hat ergeben, dass Vitamin E eine große Hilfe bei der Verlangsamung des Krankheitsverlaufs sein kann. Auch die Lebensqualität werde damit laut des Unternehmens Hermes Arzneimittel deutlich verbessert. Nach einer dreijährigen Einnahme des Vitamins war der Rückgang der Leistungsfähigkeit bzw. der kognitiven Fähigkeiten deutlich gebremst worden – dies ist ein Ergebnis der Forschung, das es in dieser Form bisher noch nie gegeben hatte.

 

Keine Selbstmedikation von Vitamin E, warnen Ärzte

Wie sich die Folgen der Studie nun langfristig auf die Behandlungsmöglichkeiten on Alzheimer auswirken, bleibt allerdings weiter fraglich, denn bisher handelt es sich lediglich um eine Studie im Anfangsstadium. Bevor solche Resultate als wissenschaftlich bestätigt angesehen werden können, stehen noch einige Prüfungen aus. Dass präventiv Vitamine von Alzheimerpatienten eingenommen werden, macht aus medizinischer Sicht bisher keinen Sinn.

Vor allem warnen Mediziner davor, ohne Aufsicht eines Arztes Vitaminpräparate einzunehmen – ansonsten kann es in einer zu hohen Konzentration schnell zu anderweitigen Schäden führen, sogar die Wahrscheinlichkeit von Krebs oder Hirnblutungen könnte

Vitamin E Kapseln - kann man auch online kaufen

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demnach ansteigen. Falls Vitamin E von einem Arzt verabreicht wird, dann muss die Aufnahme unbedingt in der empfohlenen Dosis erfolgen.

Vitamin E sollte deshalb nicht als Selbstmedikament eingenommen werden und schon gar nicht in Kombination mit anderen Arzneimitteln. Es sind noch viele Forschungsarbeiten nötig, damit am Ende wirklich eine plausible und für die Zukunft nützliche Lösung dabei herauskommt.

Im Hinblick auf die rund 35 Millionen demenzkranken Menschen, die es derzeit auf der Erde gibt, wäre allerdings schon ein kleiner Fortschritt in der Medizin ein sehr großer Schritt, mit dem sich viel Leid und viele Komplikationen ersparen oder zumindest verzögern ließen.

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